Kieler Umschlag 2008

Da sind wir also mal wieder im hohen Norden.
Um den Altbürgermeister Asmus Bremer zu
wecken und uns ein paar schöne Tage zu machen.

 


Gleich auf dem Weg zum Alten Markt begegnet uns der CamCruiser - machen die Aufnahmen für den
nächsten Kiel-Tatort?



Die schwedischen Kanoniere haben auch schon Stellunng bezogen, denn bald ist es wieder soweit.



Ganz zuvorderst dabei: Der Schutzpolizist.



Auch Bruder Adolf (der Stadtgründer) und der Herr Propst begeben sich zum Warleberger Hof - und die Kaufmannschaft vom Alten Markt sendet eine Abordnung.



Um Asmus Bremer (er hat jetzt 361 Tage geschlafen) zu wecken, muss schweres Gerät her - Friedrichsorter Spielmannszug und die volle Spielmannswucht vom Alten Markt.



Immer mehr Prominenz findet sich ein. Die Oginoool Kölner Piraten nehmen Aufstellung.



Und dort - hinter der Marketenderin? Sind das nicht..?



Sie sind's! Wieder aus der Partnerstadt Coventry angereist: Lady Godiva und Peeping Tom!



Die Oberbürgermeisterin lässt sich das Bad in der Menge nicht entgehen und hat sichtlich ihren Spaß.



Noch ein paar Spökskes, aber dann geht's los.


Es setzt einen epochalen Fanfarenstoß, Bruder Adolf (ehemals Graf Adolf und Stadtgründer) stürmt mit den anwesenden Kindern zur Türe und alles skandiert: "AS-MUS! AS-MUS!"



Und da ist er - nebst seiner holden Gattin Dorothea Catharina. Und als Dank fürs sanfte Wecken werden erst einmal die Nachttöpfe über der Menge ausgeleert



Nach einigem Bitten erklärt er sich wieder bereit, für vier Tage die Regierungsgeschäfte und damit auch das Kerbholz der Stadt zu übernehmen.



Und da sind wir auch schon am Alten Markt, mitten im mittelalterlichen Treiben. Erst gibt es ein paar
einleitende Worte, dann wird das Umschlaglied gesungen



Die Piraten machen sich bereit - und da ist die Umschlagflagge. Im Volksmund "Asmus Bremer sin Büx", weil sie entfernt wie eine Hose ausschaut.



Damit ist der Markt offiziell eröffnet und das wird nach Piratenart gefeiert.



Nun wird sich auch bald der Rummel auf dem Rathausplatz füllen


Am nächsten Tag schauen wir uns ein wenig auf dem Alten Markt um. Wir lauschen den Spielleuten, sehen ein wildes Tanzpaar und stellen fest:





Alle Wege führen nach Rom - nur einer nicht...




Die schwedischen Kanoniere haben ihre Kanone beiseite gerollt und kredenzen
ihren berühmt-berüchtigten heißen Schwedenpunsch.

 

Tags darauf stürmt es sehr und einige Zelte auf dem Alten Markt bleiben geschlossen. Uns ist das egal, denn uns ruft die große Politik.
Aus den Ortschaften Raisdorf und Klausdorf soll heute die Stadt Schwentinental werden. Hoher Besuch hat sich angekündigt...



Und da isser auch schon: Carsten Harry Petersen, seines Zeichens Ministerpräsident von Schleswig-Holstein.



Er wird schon sehnsüchtig von Herrn Schade (der jetzt die Geschäfte in beiden Gemeinden führt -
Bürgermeister gibt's derzeit keine) erwartet. Denn man munkelt, er werde Geschenke mitbringen



Aber zuerst begrüßen wir Lothar Hay (Innenminister des Landes), der pflichtschuldig das obligatorische Reimdichoderichfressdich-Gedicht einer ehemaligen Gemeindeverordneten
über sich ergehen lässt. Als Berufspolitiker ist man hart im Nehmen.



Vorher noch etwas Programm: Der örtliche Blockflötenchor bringt uns die sprichwörtlichen Flötentöne bei. Aber nu geht es los - Harry Peter Carstensen grinst mich grün und phosphorn an



Und da sind die Geschenke: 100 000 Euro und die Urkunde über die Stadtrechte.




Es folgt die Enthüllung der neuen Ortsschilder - einige der alten Ortsschilder, die heute hätten versteigert werden sollen,
sind bereits vor diversen Nächten auf mysteriöse Art und Weise verschwunden.



Mitten im Sturm (das Festzelt wackelt und bebt bedenklich) rückt der Frauenchor "Schöne Töne" an - wir rücken ab.

 

Denn für den Abend haben wir Plätze für das winterliche Schlemmerbuffet im Festsaal CASTELLO der VILLA FERNSICHT gebucht.









Was viele nicht wissen: Die Villa Fernsicht wird von UN-Schutztruppen bewacht.



Zeitgleich mit dem Kieler Umschlag feiert in diesem Jahr der Sophienhof ein Jubiläum - daher gibt's Spaß und Gaukelei an allen Ecken und Enden dieses
überdachten Einkaufszentrums direkt am Hauptbahnhof. Als Beispiel für die vielen Künstler mag hier das Akrobatik-comedy-Duo "Schön Stark" gelten.

 

Wir verweilen aber nicht lange, sondern begeben uns wieder zum alten Markt, denn heute ist Abhschluß des Kieler Umschlags.




Mit voller Spielmannswucht erklingt hier die gar erschröckliche Moritat: "Lütt Matten de Haas"





Wir beschließen, am Mäuseroulette teilzunehmen,
gewinnen aber nichts, weil wir (fromm wie wir
sind) auf Kloster und Kerker gesetzt haben, die
Maus aber in die Taverne rennt.






Hier ist einer der Gründe, warum man den Umschlag besuchen sollte: In der St. Nikolaikirche tritt die Gruppe Angli Clamant auf.
Harmoniegesänge aus alter Zeit, charmant erklärt und perfekt vorgetragen. Übrigens ist die Akustik in der St. Nikolaikirche ganz
hervorragend.



Ein letzter Blick auf die Büx - in wenigen Minuten wird sie eingeholt werden.



Und ein letzter Blick auf das Markttreiben.



Ein letzter Fanfarenstoß



Ein letztes Mal wird das Umschlaglied abgesungen



Und nach einigen bewegten Abschiedsworten gibt Asmus Bremer Regierungsgewalt und Kerbholz ab und man macht sich auf den Weg zum Warleberger Hof,
um den Altbürgermeister nebst Gemahlin ins Bett zu schicken




Unter "JUBEL!"-Rufen der Menge begeben sich der Altbürgermeister und seine Gattin wieder an ihre Schlafstatt.
361 Tage werden sie schlafen, bis es wieder heißt: "RUTT MIT DEN BÜRGERMEISTER SIN BÜX!"



Bevor nun alles nach Hause eilt (manche Markthändler haben bis zu 1000 Kilometer vor sich)
konnte ich Piraterie und Marketenderey noch zu einem Gruppenbild überreden.

 

               
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