Wir haben uns mal wieder zur KIELER WOCHE getraut

Und fanden's diesmal wieder sehr angenehm. Uns sind keine
pubertierenden Alkoholanfänger zwischen die Füße gerutscht
und großartig ins Koma gesoffene Teenies haben wir auch nicht
wegräumen müssen, um an die eine oder andere Bühne heran-
kommen zu können.

Hier sind einige Impressionen:

 

Jedes Jahr erscheint zur Kieler Woche ein Plakat, das den maritimen Hintergrund der Veranstaltung illustriert. Denn EIGENTLICH ist die KW ein internationales
Segelsportfest. Und EIGENTLICH kann man jede Menge hochkarätig besetzte Regatten verfolgen. Wie gesagt. EIGENTLICH.
   
Und UNEIGENTLICH ist die Kieler Woche längst ein Riesenvolksfest geworden, das neben den internationalen Sportstars seine ganz eigenen Stars hervorgebracht hat. Wie zum Beispiel diesen kleinen Gesellen hier, der sich (man mag es mir glauben oder nicht) bereitwillig für jeden Menschen
mit Photoapparat in Pose warf. Nebenbei war dieses Tierchen auch die Hauptperson im Schiffsmausroulette, bei dem es tolle Preise zu gewinnen gab. Nur leider sind wir bei solchen
Ratespielen nicht wirklich mit einer glücklichen Hand gesegnet.
















   

Völlig unbeeindruckt von allem Rummel geht der Fähr- und Kreuzfahrtbetrieb im Hafen weiter. Da können noch so viele historische Segler oder nachgebaute Raddampfer herumschippern, die COLOR LINE wickelt höchst professionell ihren Fahrplan ab. Hier sehen wir beispielsweise die COLOR FANTASY, eines der neuen hochmodernen Kreuzfahrtschiffe. Daneben die Alexander-von-Humboldt mit den grünen Segeln (jaa, das "Bierschiff") und den "Dampfer" Louisiana Star.















   
Auf der Edeleinkaufsmeile DÄNISCHE STRASSE (dort befindet sich auch
das Stadtmuseum, wo jedes Jahr zum Umschlag der Altbürgermeister Asmus
Bremer geweckt wird) begegnet uns ein Stelzentheater, das uns mit dem
TANZ DER SCHMETTERLINGE erfreut. Der kleine Herr am Klavier
hat für die aparten jungen Lepidoptera natürlich ein paar freche Kommentare parat.


























   

Ein ganz besonderer Glanzpunkt jeder Kieler Woche ist die Windjammerparade. Alle Segler und historischen Dampfer fahren am Samstag aus Hafen und Förde heraus - natürlich unter Dampf und "Vollzeug". Schon sehr früh am Morgen sammeln sich die ersten Schaulustigen am Fördeufer. Die Hard Core-Fans bauen ihre Stativkameras auf und auch manch ein Fernsehsender hat ein Team vor Ort - per Boot oder auch gern im Hubschrauber.

Wir haben es uns beim U-Boot-Ehrenmal in Möltenört bequem gemacht. Und erst einmal sehen wir, ja, was? Diverse schwere Frachter, die aus dem Nord-Ostsee-Kanal in die Förde kommen, Bundesmarine (mit Fahrgästen), SAR-Kreuzer und das gefürchtete Drachenboot WATT IHR VOLT!

Aber dann geht sie endlich los, die Seglerparade. Wer ganz viele Schiffe sehen möchte, der clicke bitte HIER. Alle anderen scrollen weiter nach unten.

   
Für alle, die vielleicht nicht wissen, was es mit diesem U-Boot-Ehrenmal auf sich hat: Hinter dem gewaltigen Bronzeadler befindet sich ein Rundweg, der in seiner Schlichtheit zum eindrucksvollen Mahnmal gegen den Wahninn des U-Boot-Krieges wird. Jede dieser Tafeln ist eng beschrieben mit den Namen der versenkten deutschen U-Boote und den Namen der Besatzungsmitglieder. Wer hier nicht rasch und endgültig von romantischen Wahnvorstellungen vom "Heldentod auf See" kuriert wird, dem ist nicht mehr zu helfen.
 
Zurück in Kiel. Seit einigen Jahren ist auch die Hörn fester Bestandteil des Kieler-Woche-Programmes.
Hier findet sich ein Rummelplatz, der Museumshafen und auch Platz für Spaß-Veranstaltungen wie diese
Rammboot-Regatta. Quasi Autoscooter auf dem Wasser.

Einige Aus- und Umblicke rund um die Hörn
 
Woran wir uns dumm und dusselich hätten essen können: GÖZLEME! Hier das
Rezept. Zum Nachkochen und -backen.
Auf der großen Bühne am Rathausplatz gab es dann die pure kubanische Lebensfreude zu bestaunen. Ein wirklich gutes Orchester (angeführt von Dave Lister an Flöte und Taktstock und mit Bill Cosby als Tänzer). Hier wurde uns geschickt und mit viel Humor die Geschichte des Salsa mit all seinen verschiedenen Einflüssen präsentiert. Eine tolle Show.
   

Und wenn man nicht aufpasst, dann ist der Drache schon an einem vorbeigerast. Gut, daß Trommler dabei sind, die auf die Prozession aufmerksam machen.

   

Mehr historische Gäste: Eine Doppeldeckerstaffel zog am Himmel ihre Kreise

Exakter Formationsflug ist eine Kunst für sich - insbesondere in diesen Maschinen.

   

Noch mehr (oder weniger) unbekannte Flugobjekte - neben Heißluftballons
gab es auch Luftschiffe zu sehen, die relativ niedrig und gemächlich über uns hinwegdonnerten.




















   
Erinnert sich noch jemand an den eingangs erwähnten kleinen Herrn am Klavier? Ja? Gut.
Da isser nämlich wieder. Und sein großer Strippenzieher, der per Knopfdruck allerlei witzige
Kommentare oder auch Musiken aus seiner Voicebank hervorzaubert.
Und der sich gern auch mal über die Geiz-ist-geil-Mentalität mokiert. Er ist nämlich (zu recht) der Auffassung, daß gutes Straßentheater auch gutes Geld wert ist. Und so wird jeder Schein extra gewürdigt. Mal im Ernst - es ist blamabel, wie sich das Publikum lichtet, sobald der Gehilfe mit dem
Hut 'rumgeht.
   








Ein weiterer heimlicher Star der Kieler Woche. Der Mann mit den tausend
Sprühdosen, der von Postkartengröße bis hin zum Poster alles anbot.























   
Den alten Bootshafen hatte sich in diesem Jahr diese lustige kleine süddeutsche Automobilfirma unter den Nagel gerissen. Dort wurde alles sehr chic aufgezogen. Was die Arschlochfamilien aber nicht davon abhielt, in Scharen über die als elegante Werbegeschenke bereitgehaltenen Kugelschreiber herzufallen.
Is' klar. Jeder Dreikäsehoch muss unbedingt mindestens 5 von den Dingern haben. Omma und Oppa
auch.

Nebenbei lernten wir, daß Optimisten zwar unsinkbar sind - jedoch trotzdem manchmal ausgeschöpft werden müssen..

Und dann hat noch jemand von uns - ich KANN es nicht gewesen sein, denn sowas DARF ich gar
nicht - diesen Schnappschuss von diesen beiden gutgelaunten jungen Damen fabriziert... Na, vielleicht sehen die beiden dieses Photo irgendwann mal. Und eventuell freuen sie sich sogar.

Am Ufer hatten die Leute von dieser Autofirma (deren Name mir kontinuierlich entfällt) auch noch
eine Art "Hindernisparcours" aufgebaut. Ein schöner Kontrast zum maritimen Grundthema der Veranstaltung, der bei den Kielern (guckt Euch nur mal die Menge an Schaulustigen an) sehr gut
ankam.
   


Sehr angenehm auch immer, daß an vielen Ständen landestypisch musiziert wird. Oder getanzt.
Das Unterhaltungsprogramm kann sich wirklich sehen und hören lassen.





   
Kurz vor dem Achim Reichel-Konzert an der Hörnbühne hat dann dieser welt-
berühmte Handballspieler noch einen Kleinwagen ausgelost. Ach so. Ihr wollt
lieber Bilder von Achim Reichel sehen? Na gut, clickt
HIER. Alle anderen
scrollen jetzt nach unten zum Feuerwerk.
 
Den traditionellen Abschluss der Kieler Woche bildet Jahr für Jahr das üppige Höhenfeuerwerk.

 

               
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